ARD-ZDF-ZBS-Tischtennisturnier - 10.-14. Mai 2018

DTTM 2018 - Die SGBR-Mannschaft © Vincent Lippert

Tischtennis lässt sich zweifellos beschreiben als Begegnung von Mensch und Technik. Bei den 62. Deutschen Tischtennis Meisterschaften von ARD, ZDF und ZBS in Tailfingen/Albstadt/BaWü zeigte sich das in vielfältiger Form.

SGBR-Team mit SWR-Spieler verstärkt

Arnd mit Doppelpartner © Vincent Lippert Freitag früh, gleich um 9 Uhr Spielbeginn. Es treten gleich in den ersten Runden an: die BR-Damenmannschaft mit Susi Baumann und Romina Tobar, und die BR-Herrenmannschaft mit Arnd Aelmanns, Andy Brefort, Andi Peter (Ergänzungsspieler vom SWR, netter Kerl mit krassem Unterschnitt, den er lediglich etwas häufiger hätte einsetzen sollen), Johannes Prokopetz, Hans Welker und Vincent Lippert.

Tücken der Technik

Arnd beim Aufschlag © Vincent Lippert All diese Spielerinnen und Spieler werden Zeugen der präzisen Arbeit einer ambitionierten Hallenapparatur, die bei der kleinsten Wolke sofort die Lamellen vor den Fenstern öffnet, kurz danach wieder komplett schließt und so für inspirierende Lichtwechsel in den spannendsten Ballwechseln sorgt. Manch ein Mensch verflucht in diesen Augenblicken die Technik. Dabei meinte die es doch nur gut mit ihm.

Knapper Triumph über Deutsche Welle

Andy sucht seine Einzel-Gruppe © Vincent Lippert Aber selbst diese Herausforderung kann den knappen Triumph der BR-Herrenmannschaft über die Deutsche Welle nicht verhindern. Ein Triumph, der Nicht-Abstieg und 4. Platz in der A-Gruppe gleichermaßen bedeutet (auch wenn danach alle Mannschaftsspiele irritierend hoch verloren gehen werden). Noch weiter kommt wie schon oft, so auch in diesem Jahr, die BR-Damenmannschaft.

Nur die Damen bringen Trophäen heim

Susi in Aktion © Vincent Lippert Was nun speziell deren Erfolgsgeheimnis ist – eher die technisch, anatomisch und physikalisch allen klassischen Lehren widersprechende sogenannte "doppelt eingedrehte Angriffs-Rückhand" von Romina oder doch vor allem die allseits gefürchtete Linke von Susi – bleibt bis zuletzt ungeklärt. Am Ende stehen auf jeden Fall Medaillen und Urkunden für die beiden Damen. Sehr erfreulich, vor allem weil es wie erwähnt, die einzigen BR-Trophäen waren.

Bleibende Erinnerungen

Vom Ergebnis her also stabil, respektabel, aber überschaubar – und darüber hinaus?

Einiges wird bleiben von diesem Turnier: Erstens eine neue Begrüßungs-Technik des BR bei den Herren-Mannschaftsspielen. Statt auf das launige aber etwas einfallsarme gegnerische "... begrüßen wir euch mit einem gemeinsamen ,Schmetter-Ball'!" wie gewohnt mit einem inzwischen etwas abgenutzten "... antworten wir mit einem gemeinsamen ,Brrrrrrrr´!" zu entgegnen, gibt es eine neue Variante. In diesem Jahr heißt es zu Beginn der Spiele nun "Danke, sehr nett." Wir antworten mit einem Zitat des großen Bayern Franz Beckenbauer, einem gemeinsamen "Geht’s naus und spuit’s Fußball!" Und weil auch nicht aufgeklärt wird, wie das von BR-Seite her gemeint ist – ob nun als eigenwillige weissblaue Folklore oder als hintersinnige Beleidigung (also eigentlich als technisches Foul), stürzt dieser Spruch so manchen Gegner für die ersten Ballwechsel erfolgreich in Verwirrung.

Zweitens die Erkenntnis, dass die Menschen in der schwäbischen Provinz sehr sympathisch sind. Die Architektur macht einen eher reizlosen Eindruck.

Und drittens die Freude über ein so fantastisches Wetter, dass die Spielerfrauen Christine und Ariane völlig zu Recht am Freitag auf der Mainau und am Samstag in Tübingen ihre Fan-Club-Pflichten vernachlässigten. Nur Franziska, Susis Tochter, hält an beiden Tagen tapfer in der Halle durch, wo spektakuläre Ballwechsel und zwischenmenschlich spannende Aufeinandertreffen immer wieder versuchen, sie von ihren Chemie-Schulunterlagen abzulenken, die übrigens immer wieder unvermittelt in grelles Licht oder komplette Düsternis getaucht sind. Warum? Nun, die Automatik der Lamellen-Motoren lässt sich standhaft weder von Turnierleitung (SWR) noch Hausmeister (Landessportschule) ausschalten. Das hat auch sein Gutes. Die Spielerinnen und Spieler des BR sind auf diese Weise daran erinnert, dass es nicht nur drinnen gilt, alle selbstgestellten Ziele zu erreichen (Klassenerhalt, Treppchen), sondern vor allem dass es draußen eine Welt gibt, in der sich eben nicht alles um kleine perfekte von Menschentechnik fabrizierte Plastikbälle dreht, sondern um einen großen, komplett technikfreien, schönen, golden strahlenden Ball am Himmel ...
 
Johannes Prokopetz

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