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Isländer-Ausritt im Isartal

am 12.09.2020

Isländer-Ausritt am 12.09.2020 © Marina Schael

Isländer-Ausritt am 12.09.2020 © Marina Schael

Isländer-Ausritt im Isartal

Rückblick

Am 23.8.2014 machten sich erstmals acht Mitglieder der Sparte Reiten auf den Weg zum Islandpferdehof Schönberg zu Lissy Amend, die dort aus Passion Islandpferde züchtet und einen Reitbetrieb unterhält.

In den folgenden Jahren hatten wir stets einen Isländerausritt im Programm, manchmal sogar zwei und jedes Mal war es ein wunderschönes Erlebnis, mit den liebenswerten Pferden, egal bei welchem Wetter, durch das wunderschöne Isartal zu reiten.

Besonderes Jahr 2020

Das Jahr 2020 war ein besonderes Jahr, weil durch die Corona-Pandemie alles anders war. Auch die Reiterei war vom Lockdown betroffen. Umso erfreulicher, dass der Isländerausritt doch stattfinden konnte. Die erforderlichen Hygienemaßnahmen wurden berücksichtigt und beim Ausritt ist ein gebührender Abstand ohnehin unerlässlich.

Flexible Lösung

Am 12. September waren um 10.15 Uhr von 6 Teilnehmern 5 vor Ort. Dann bekam Christine, die diesen Ausritt prima organisiert hatte und als Teilnehmerin zurücktrat, die Information, dass eine Teilnehmerin wegen Krankheit ausfällt. Ohne zu zögern sprang sie sofort für die fehlende Reiterin ein, obwohl sie gar keine Reitsachen mit dabei hatte. In Jeans und mit einem Fahrradhelm - der Sicherheit genügend - trat auch sie zum zweistündigen Ausritt mit an.

Zwei "Neue" am Start

Zwei Mitglieder waren zum ersten Mal dabei und sehr gespannt, was da auf sie zukam. Helga wollte sich schon mal "warmreiten" für ihren eigenen Isländer, der sich momentan noch in Ausbildung befindet. Für Diana war das sog. "Tölten" völliges Neuland.

Nach der Begrüßung informierte Lissy über die zweiteilige Wegstrecke und dass wieder die sympathische Marina Schael als Vorreiterin die Gruppe begleiten wird. Wie immer teilte Lissy mit sicherem Gespür optimal ihre Pferde jeder Teilnehmerin zu:

Diana ritt auf Una, Veronika auf Comics, Helga bekam Glodis, Adeline Hilmar und Dagfari, Christine saß auf Elisa und Dina, Thokkadis war mein Pferd.  

Tölt - Die fünfte Gangart

Bei herrlichstem Spätsommerwetter ging es pünktlich um 11.00 Uhr los zur ersten Runde, der sogenannten "Hornsteinrunde". Diese diente überwiegend dazu, sich mit den Pferden und ihren Gangarten vertraut zu machen. Dabei spielte besonders der Tölt eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zu Trab und Galopp hat Tölt keine Schwebephase, sondern ist eine gelaufene Gangart. Der Reiter sitzt fast erschütterungslos auf einem locker schwingenden Rücken. Das erfordert eine spezielle Hilfengebung, die Marina unterwegs erneut in Erinnerung brachte. Einige Galoppstrecken waren aber auch dabei.

Stärkung vor der zweiten Runde

Nach einer Stunde ging es zurück zum Hof, wo eine Erfrischung und Stärkung auf die Reiter wartete. Nach einer kurzen Pause ging es dann erneut ins Gelände. Adeline und Christine ritten in der zweiten Runde andere Isländer, die Lissy bereits gesattelt und gezäumt hatte. Die beiden Pferde der ersten Runde waren schon älter und wurden deshalb geschont. Alle anderen setzten ihren Ritt mit den Pferden aus der ersten Runde fort.

Bei dieser "Tour durch Egertshausen" gab es längere Galoppstrecken und auch weiche Wiesenstrecken und die eifrigen Isländer galoppierten, was das Zeug hielt. Im gemütlichen Schritt ging es dann zurück zum Stall und alle genossen dabei die herrliche Gegend, die das Isartal an diesem sonnigen Samstag besonders schön aussehen ließ. Auf den Gesichtern aller Reiterinnen machte sich ein zufriedenes Lächeln breit.

Belohnung der Pferde nach dem Ausritt

Zu Hause am Hof angekommen war für die Pferde ihr spezielles Futter mit vielen gesunden Inhaltsstoffen vorbereitet. Genussvoll leerten sie ihre Schüsseln, während das Sattel- und Zaumzeug gereinigt und wieder aufgeräumt wurde.

Auf Wiedersehen!

Wir bedankten uns herzlich bei Lissy und Marina für den tollen Ausritt und Adeline überreichte eine kleine Aufmerksamkeit als Dankeschön.

Es war ein wundervoller Tag, den wir im Biergarten von Kloster Schäftlarn  ausklingen ließen, bevor wir die Heimreise nach München antraten.

Karin Widl

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